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Mischlinge Szene II: Triumph stellt Bundesbürger im Schatten von Monumenten aus der Nazi-Zeit dar. Im formellen Sinne ist Triumph eine Anlehnung an Riefenstahls Darstellungsweise: Verherrlichung von Kraft und Schönheit, Verbildlichung von Hierarchien und martialischer Gesinnung. Eine Ästhetik, die Zeitlosigkeit verkörpern soll, aber auch Licht auf eine von Hysterie geprägte Zeit wirft. Die Inhalte in Triumph passen sich dieser Bildsprache scheinbar an, und doch widersprechen sie ihr: „die Truppe ist bunt; Deutsche „arischen und „nichtarischen“ Ursprungs erscheinen gleichermaßen wie Übermenschen.

Wir finden diese Deutschen im ehemaligen Flughafen Tempelhof, im ehemaligen Reichsluftfahrtministerium in Berlin; im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden, vor dem 76er Denkmal und bei der Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg; in Vogelsang in der Eifel; in Buchenwald und beim I.G.-Farben-Bau in Frankfurt. Nicht aber in Nürnberg, wo Triumph des Willens im September 1934 gedreht wurde.

Damals waren erst 19 Monate seit der Machtergreifung, vergangen. Auf dem Parteitag wurden Umwälzungen in fast allen Lebensbereichen prophezeit. Die Greuel der NS-Zeit lagen jedoch noch in der Zukunft. Um die Tragweite des in Triumph des Willens verklärten Regimes darzustellen, musste man an Orten ansetzen, wo auf die Worte vom September 1934 Taten folgten: wo Rassentheorie, Militarismus, Schulung des „Volkskörpers“ und Gleichschaltung der Geistes- und Naturwissenschaften und der Künste umgesetzt wurden.

Es ist das Porträt eines Spannungszustandes: zwischen deutscher Vergangenheit und Gegenwart; zwischen der Plausibilität des Irrealen und der Unglaubwürdigkeit der Realität; zwischen demokratischem Bewusstsein und hartnäckig überlebenden völkischen Ansichten im kollektiven Unterbewusstsein; zwischen Vergangen-Sein-Sollen und Immer-Noch-Spürbar-Sein.

 

Eine Mercury Produktion

Gestaltung, Kamera: Marc Erwin Babej

Mit Texten von: Dr. Karamba Diaby (Member of the Bundestag), Prof. Dr. Thomas Kühne, Asi Meskin, Ray Müller und Collien Ulmen-Fernandes
Historischer Berater: Prof. Dr. Volker Berghahn
Schnitt: Rebecca Sternthal
Regieassistenz: Alex Vanderheyden
Produktionsassistenz: Katie Stretton
Aufnahmeleiter: Dr. Philip Aumann, Gloria Bialas, Andrea Dietrich, Martin Chaudhuri, Dr. Dirk Frank, Kai Hampel, Roman Hövel, Martin Jäger, Dr. Philipp Neumann-Thein, Britta Voihse, Stefan Wunsch

Darsteller
Pina Akin
Karen Ardinast
Aminata Belli
Robert Dölle
Gabriela Goldenberg
Penelope Heilmann
Rainer Höß
Yasmin Jamal
Maleen Johannsen
Zara Persephone Jones
Anastasia Kholosta
Julia Kristin Kunz
Laura Lindermann
Michelle Malter
Myriem
Cem Özdemir (MdB)
Janina Scheuer
Wlada Schüler
Rachel Theloy
Jana Wirth

  • Anastasia Sedlick
    … 59% O-Eur., 20% N-Eur., 16% W-Eur., 3% Ib.
    Anastasia Sedlick
  • Mischlinge Szene II: Triumph – Titelbild
    Janina Scheuer: 83% W-Eur., 6% Ib., je 2% Eur.-Jüd., N-Eur. und It./Gr. Maleen Johannsen: 56% W-Eur., 42% N-Eur.
    Mischlinge Szene II: Triumph – Titelbild
  • Im Hof des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums
    Wlada Schüler: 89% O-Eur., 6% Kauk., 3% Eur.-Jüd.
    Im Hof des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums
  • In der Ehrenhalle des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof
    Laura Lindermann: 63% O-Eur., 30% W-Eur., 6% N-Eur., Zara Jones und Pina Akin: 67% Kauk., 18% It./Gr., 4% Eur.-Jüd., 3% M.O.
    In der Ehrenhalle des ehemaligen Flughafens Berlin-Tempelhof
  • Julia Kunz
    … 45% W-Eur., 28% N-Eur., 10% je OEur. und It./Gr., 2% je Irl. und Ib.
    Julia Kunz
  • Die Ausländerin Myriem
    Abstammungsnachweis steht noch aus
    Die Ausländerin Myriem
  • In der Steinhalle des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums
    Hinter diesen imposanten Türen befinden sich seit jeher… Toiletten. Der Eingang von der Steinhalle in den Hauptteil dieses monumentalen Gebäudes, dagegen, ist nicht annährend so eindrucksvoll. Zara Jones und Laura Lindermann: 63% O-Eur., 30% W-Eur., 6% N-Eur.
    In der Steinhalle des ehemaligen Reichsluftfahrtministeriums
  • Jana Wirth
    … 53% N-Eur., 42% O-Eur., 3% W-Eur.
    Jana Wirth
  • Im Treppenhaus des Reichsluftfahrtministeriums
    Wlada Schüler: 89% O-Eur., 6% Kauk., 3% Eur.-Jüd. Cem Özdemir: 84% Kauk., 13% It./Gr., 1% M.O.
    Im Treppenhaus des Reichsluftfahrtministeriums
  • Am Fackelträger Feuermal der ehemaligen “NS-Ordensburg” Vogelsang
    Rachel Theloy: 55% N-Eur., 27% O-Eur., 9% It./Gr., 5% W-Eur., 3% Ib. Yasmin Jamal: 56% M.O., 20% Kauk., 18% It./Gr., 5% Eur.-Jüd., 1% Nordafrika Robert Dölle: 94% Eur.-Jüd., 2% Kauk., 2% M.O.
    Am Fackelträger Feuermal der ehemaligen “NS-Ordensburg” Vogelsang
  • Bettina Niedermann
    Bettina Niedermann
  • Im Tansania-Park
    Eine den deutschen Kolonialismus in Afrika verherrlichende Gruppe von Monumenten bei der ehemaligen Lettow- Vorbeck-Kaserne in Hamburg-Jenfeld. Aminata Belli: 36% Senegal, 21% O-Eur., 12% N-Eur., 6% ja Nigeria and W-Eur., 4% je It./ Gr. und Irl., 2% M.O.
    Im Tansania-Park
  • Mephisto
    Der Schauspieler Robert Dölle als Gustaf Gründgens’ Mephisto – im Thingplatz der ehemaligen „NS-Ordensburg” Vogelsang. Robert Dölle: 94% Eur.-Jüd., 2% Kauk., 2% M.O. Yasmin Jamal: 56% M.O., 20% Kauk., 18% It./Gr., 5% Eur.-Jüd., 1% Nordafrika Rachel Theloy: 55% N-Eur., 27% O-Eur., 9% It./Gr., 5% W-Eur., 3% Ib.
    Mephisto
  • Laura Lindermann
    … in der Ehrenhalle des ehemaligen Flughafens Tempelhof … 63% O-Eur., 30% W-Eur., 6% N-Eur.
    Laura Lindermann
  • Prüfling
    Julia Kunz: 45% W-Eur., 28% N-Eur., 10% je O-Eur. und It./Gr., 2% je Irl. und Ib. Bettina Niedermann: 57% W-Eur., 28% O-Eur. , 7% It./Gr., 4% Ib., 2% Eur.-Jüd. Penelope Heilmann: 30% W-Eur., 25% Ib., 20% N-Eur., 17% It./Gr.
    Prüfling
  • Im Deutschen Hygiene-Museum
    Laura Lindermann: 63% O-Eur., 30% W-Eur., 6% N-Eur.
    Im Deutschen Hygiene-Museum
  • Am 76er Kriegerdenkmal in Hamburg
    Aminata Belli: 36% Senegal, 21% O-Eur., 12% N-Eur., 6% ja Nigeria and WEur., 4% je It./Gr. und Irl., 2% M.O. Anastasia Kholosta: 71% O-Eur., 17% Eur.-Jüd., 6% N-Eur., 2% Zentralasien
    Am 76er Kriegerdenkmal in Hamburg
  • Bei der V-2 Rakete
    … in der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde (nun Historisch-Technisches Museum Peenemünde). Laura Lindermann: 63% O-Eur., 30% W-Eur., 6% N-Eur. Michelle Malter: 51% N-Eur., 39% O-Eur., 8% W-Eur., 3% Irl., 1% Eur.-Jüd.
    Bei der V-2 Rakete
  • Beim V-1 Marschflugkörper
    …in der ehemaligen Heeresversuchsanstalt Peenemünde (nun Historisch-Technisches Museum Peenemünde) Laura Lindermann: 63% O-Eur., 30% W-Eur., 6% N-Eur. Michelle Malter: 51% N-Eur., 39% O-Eur., 8% W-Eur., 3% Irl., 1% Eur.-Jüd.
    Beim V-1 Marschflugkörper
  • Hinter Stacheldraht
    Rainer Höß im ehemaligen KZ Buchenwald, nun Gedenkstätte Buchenwald … 35% W-Eur., 33% O-Eur., 21% N-Eur., 7% It./Gr., 4% Ib.
    Hinter Stacheldraht
  • Rainer Höß auf dem Führerbalkon
    … des Hotel Elephant in Weimar. Der Neubau dieser Liebligsherberge der Nazi-Elite aus dem Jahre 1937, nach einem Entwurf von Hermann Giesler, hat zwei Führerbalkone. 35% W-Eur., 33% O-Eur., 21% N-Eur., 7% It./Gr., 4% Ib.
    Rainer Höß auf dem Führerbalkon

Mischlinge Szene II: Triumph stellt Bundesbürger im Schatten von Monumenten aus der Nazi-Zeit dar. Im formellen Sinne ist Triumph eine Anlehnung an Riefenstahls Darstellungsweise: Verherrlichung von Kraft und Schönheit, Verbildlichung von Hierarchien und martialischer Gesinnung. Eine Ästhetik, die Zeitlosigkeit verkörpern soll, aber auch Licht auf eine von Hysterie geprägte Zeit wirft. Die Inhalte in Triumph passen sich dieser Bildsprache scheinbar an, und doch widersprechen sie ihr: „die Truppe ist bunt; Deutsche „arischen und „nichtarischen“ Ursprungs erscheinen gleichermaßen wie Übermenschen.

Wir finden diese Deutschen im ehemaligen Flughafen Tempelhof, im ehemaligen Reichsluftfahrtministerium in Berlin; im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden, vor dem 76er Denkmal und bei der Lettow-Vorbeck-Kaserne in Hamburg; in Vogelsang in der Eifel; in Buchenwald und beim I.G.-Farben-Bau in Frankfurt. Nicht aber in Nürnberg, wo Triumph des Willens im September 1934 gedreht wurde.

Damals waren erst 19 Monate seit der Machtergreifung, vergangen. Auf dem Parteitag wurden Umwälzungen in fast allen Lebensbereichen prophezeit. Die Greuel der NS-Zeit lagen jedoch noch in der Zukunft. Um die Tragweite des in Triumph des Willens verklärten Regimes darzustellen, musste man an Orten ansetzen, wo auf die Worte vom September 1934 Taten folgten: wo Rassentheorie, Militarismus, Schulung des „Volkskörpers“ und Gleichschaltung der Geistes- und Naturwissenschaften und der Künste umgesetzt wurden.

Es ist das Porträt eines Spannungszustandes: zwischen deutscher Vergangenheit und Gegenwart; zwischen der Plausibilität des Irrealen und der Unglaubwürdigkeit der Realität; zwischen demokratischem Bewusstsein und hartnäckig überlebenden völkischen Ansichten im kollektiven Unterbewusstsein; zwischen Vergangen-Sein-Sollen und Immer-Noch-Spürbar-Sein.

 

Eine Mercury Produktion

Gestaltung, Kamera: Marc Erwin Babej

Mit Texten von: Dr. Karamba Diaby (Member of the Bundestag), Prof. Dr. Thomas Kühne, Asi Meskin, Ray Müller und Collien Ulmen-Fernandes
Historischer Berater: Prof. Dr. Volker Berghahn
Schnitt: Rebecca Sternthal
Regieassistenz: Alex Vanderheyden
Produktionsassistenz: Katie Stretton
Aufnahmeleiter: Dr. Philip Aumann, Gloria Bialas, Andrea Dietrich, Martin Chaudhuri, Dr. Dirk Frank, Kai Hampel, Roman Hövel, Martin Jäger, Dr. Philipp Neumann-Thein, Britta Voihse, Stefan Wunsch

Darsteller
Pina Akin
Karen Ardinast
Aminata Belli
Robert Dölle
Gabriela Goldenberg
Penelope Heilmann
Rainer Höß
Yasmin Jamal
Maleen Johannsen
Zara Persephone Jones
Anastasia Kholosta
Julia Kristin Kunz
Laura Lindermann
Michelle Malter
Myriem
Cem Özdemir (MdB)
Janina Scheuer
Wlada Schüler
Rachel Theloy
Jana Wirth